Portrait
Nachdem Florian Meierott mit höchster Auszeichnung sein Studium in Karlsruhe bei Ulf Hoelscher und bei Wilhelm Melcher in Stuttgart, (Primarius des Melos-Quartettes) beendete und sich bei Zachar Bron den letzten Schliff holte, war er bestrebt eine eigene musikalische Sprache zu entwickeln. Dabei reagiert Meierott sensibel auf Strömungen der neuen Zeit, ohne affektiert oder vordergründig zu werden.
Seine Konzertverpflichtungen, die ihn in die bedeutenden Metropolen Europas, Asiens, Amerikas und Afrikas führen, lassen den "Teufelsgeiger" (SZ) längst aus dem Geheimtippstatus heraustreten.
In seinen eigenen Werken für Violine wie den silent songs, dem Technoviolinkonzert, oder dem halsbrecherischen Paganama gelingt es ihm, die Violine modern einzusetzen und so einem großen Publikum zugänglich zu machen. "Hier berechtigt ein junger Künstler zu der Hoffnung, es könne doch den vielseitigen und technisch perfekten Geiger geben, der verschiedene Stilarten beherrscht und gleichzeitig eine magische, immer tief menschliche Faszinationsgabe besitzt". So urteilte der Komponist Jaan Rääts, der ihm sein Violinkonzert widmete. Die kontinuierliche Herausgabe von über 50 CDs, die von Virtuosenstücken von Sarasate und Paganini zu den Werken des 20ten Jahrhunderts reichen, dokumentiert seine Entwicklung zu einer eigenen künstlerischen Persönlichkeit.
Als Dozent zahlreicher Meisterkurse in ganz Europa hat sich der Geiger inzwischen einen hervorragenden Ruf auch als Pädagoge erworben. Er erhielt beim Karlsruher Kammermusikwettbewerb den 1. Preis; 2000 wurde Florian Meierott mit dem Solistenpreis der Bayerischen Streicherakademie ausgezeichnet. 2002 wurde er zum Leiter und Konzertmeister des German Chamber Orchestra berufen. 2003 wurde die ihm gewidmete Solosonate von K. H. Stahmer mit großem Erfolg von ihm uraufgeführt. Im Februar 2004 erhielt er den "Rotary Kulturpreis Würzburg".
2004 wurde er mit dem Ehrenpreis der schweizer Grockgesellschaft ausgezeichnet. 2005 wurde er mit dem "Allgäuer Kulturpreis" in Bad Hindelang ausgezeichnet. 2008 gründete er die „Florian – Meierott - Stiftung“ für junge Musiker und führte das ihm gewidmete Violinkonzert von John Mortimer, Schottland urauf.
Seit Herbst 2008 lehrt er an der Hochschule für Musik in Würzburg.
2009 wurde er Preisträger des internationalen Herbert Baumann Wettbewerbs für Komposition. Außerdem veröffentlichte Florian Meierott die „Reise um die Welt“, ein Geigenmärchen für Kinder mit eigenen Kompositionen.
2010 erschien seine neueste CD „the techno concert“, auf der klassische Klänge und moderne Beats von ihm in eindrucksvoller Weise grenzauflösend verbunden sind.
2011 veröffentlichte Florian Meierott seine Violinschule, die in fünf Stufen zu Freude und Erfolg im Geigenspiel führt und für Anfänger und Fortgeschrittene ein erleichtertes, innovatives Lernen ermöglicht.
Aktuell stehen die Einspielungen seiner eigenen Violinsolowerke und der Bachsolosonaten, sowie Konzerte u. a. in Berlin, New York, München, London, Wien, Edinburgh und Paris auf dem Programm.
Florian Meierott lebt und unterrichtet auf Schloss Erlach und spielt ein Instrument von Jacobus Stainer, Absam 1678.


